Material aus dem PSI hilft, Ungereimtheiten in der Urknalltheorie zu überprüfen

Physik-News vom 25.07.2018


Kurz nach dem Urknall entstanden unter anderem radioaktive Atome des Typs Beryllium-7. Heute sind diese im gesamten Universum längst zerfallen, sie kommen also natürlicherweise nicht mehr vor; im Gegensatz zu ihrem Zerfallsprodukt Lithium. Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI haben nun geholfen, die ersten Minuten des Universums besser zu verstehen: Sie haben künstlich hergestelltes Beryllium-7 gesammelt und daraus eine untersuchbare Probe hergestellt. Das Beryllium-7 wurde in der Folge durch Forschende des CERN untersucht. Die Forschenden haben ihre Ergebnisse nun im Fachjournal Physical Review Letters veröffentlicht.

Zum besseren Verständnis der Entstehungsgeschichte des Universums haben Forschende des Paul Scherrer Instituts ein nur aufwendig zu erlangendes Puzzlestück geliefert: Sie konnten eine Probe aus sehr seltenen, kurzlebigen Atomen herstellen. Es handelt sich um die Atome des Isotops Beryllium-7. In der Folge konnte am CERN dieses Beryllium-7 – konkret: seine Interaktion mit Neutronen – weitaus genauer als je zuvor untersucht werden.


Von links nach rechts: Stephan Heinitz, Dorothea Schumann und Emilio Maugeri aus der Forschungsgruppe für Isotopen- und Targetchemie in ihrem Labor.

Publikation:


L. Damone et al.
The 7Be(n;p)7Li reaction and the Cosmological Lithium Problem: measurement of the cross section in a wide energy range at n_TOF (CERN)
Phys. Rev. Lett. 121, 042701

DOI: https://dx.doi.org/10.1103/PhysRevLett.121.042701



Da Beryllium-7 durch seinen radioaktiven Zerfall zu Lithium-7 wird, hilft seine Erforschung, ein fundamentales Problem der Urknalltheorie zu knacken: Die Theorie sagt nämlich eine drei bis vier Mal grössere Menge Lithium voraus, als tatsächliche Messungen im Universum zeigen. Dieses sogenannte Kosmologische Lithiumproblem ist eines der letzten grossen Rätsel der derzeitigen Theorie zur Entstehung des Universums. Denn bei allen anderen Elementen, die kurz nach dem Urknall entstanden, deckt sich die Urknalltheorie gut mit den gemessenen Daten.

Von links nach rechts: Emilio Maugeri, Stephan Heinitz und Dorothea Schumann aus der Forschungsgruppe für Isotopen- und Targetchemie.

Fast das gesamte, heute im Universum vorhandene Lithium-7 stammt aus dem Zerfall von Beryllium-7, das wiederum kurz nach dem Urknall entstand. Daher gingen die Forschenden der Frage nach, ob es vielleicht anfangs doch weniger Beryllium gegeben habe, als man bislang glaubte, und sich so das Kosmologische Lithiumproblem erklären liesse. Eines der letzten, noch zu überprüfenden Details war der sogenannte Neutroneneinfangquerschnitt von Beryllium-7. Dieser Wert sagt die Wahrscheinlichkeit dafür voraus, dass ein Beryllium-7-Atomkern ein freies Neutron einfängt und in der Folge zerfällt.

"Der Neutroneneinfangquerschnitt von Beryllium-7 war zuletzt vor rund 50 Jahren vergleichsweise ungenau bestimmt worden", erklärt die PSI-Forscherin Dorothea Schumann, Leiterin der Forschungsgruppe für Isotopen- und Targetchemie. Diese Kennzahl sollte nun am CERN genauer als je zuvor untersucht werden. Die dafür notwendige Probe aus Beryllium-7 stellten die PSI-Forschenden.

Jahrelange Vorbereitungen und Testdurchläufe

Die Herstellung und Vermessung der Beryllium-7-Probe glich einer einmaligen Theateraufführung, für die die Forschenden rund drei Jahre Vorbereitungen treffen und Testdurchläufe machen mussten. Beryllium-7 verschwindet durch seinen radioaktiven Zerfall so rasch, dass sich seine Menge rund alle 53 Tage halbiert. Daher musste vor dem eigentlichen Durchlauf sowohl am PSI als auch am CERN als auch für den Transport zwischen den beiden Instituten alles auf Position sein – damit zwischen der Herstellung der Probe und ihrer Vermessung so wenig Zeit wie möglich verstreichen würde.

Die Idee zum Experiment entstand im Jahr 2012. PSI-Forscherin Schumann wusste, dass sie aus dem Kühlwasser der Neutronenspallationsquelle SINQ, die am PSI für Experimente mit Neutronenstrahlen betrieben wird, das seltene Beryllium-7 extrahieren könnte.

"Hier am PSI haben wir mit der SINQ und mit den anderen Grossforschungsanlagen einmalige Quellen, um sehr seltene, radioaktive Isotope zu ernten", sagt Schumann. "Diese Isotope sind für die Forschenden, die diese Anlagen betreiben und nutzen, ein Nebenprodukt – aber für viele andere Forschungseinrichtungen sehr nützlich und dringend benötigt." Wie Goldschürfer extrahieren Schumann und ihre Forschungsgruppe die seltenen Isotope. "Und dann agieren wir als Schnittstelle zu anderen Forschenden ausserhalb des PSI, die an angereicherten Proben aus diesen Isotopen interessiert sind."

Das CERN ist interessiert

An einer Probe aus Beryllium-7 bekundeten Forschende des CERN Interesse. "Sie wussten, dass sie damit dem Kosmologischen Lithiumproblem zu Leibe rücken konnten", erzählt Schumann. So ging es an die Vorbereitungen: Innerhalb des PSI suchte Schumann den Kontakt zu den Forschenden und Ingenieuren, die die SINQ betreiben. Den Spezifikationen der Isotopenforschenden entsprechend wurde ein spezielles Filtersystem an das Kühlwasser der SINQ angeschlossen, das über einen Zeitraum von rund drei Wochen Material auffangen konnte, das eine geeignete Menge Beryllium-7 enthielt. "Als Laie kann man sich unseren Filter durchaus ähnlich vorstellen wie die im Haushalt bekannten Filter für Leitungswasser", sagt Stephan Heinitz, Wissenschaftler in der Forschungsgruppe von Schumann.

Das hierbei gewonnene Material musste dann unter anderem chemisch getrennt werden. "Hierfür ist spezielles Expertenwissen notwendig – das wir in meiner Forschungsgruppe glücklicherweise haben", so Schumann. Dennoch dauerte diese Prozedur eine weitere Woche und musste zum Schutz vor der radioaktiven Strahlung des Materials in einer sogenannten Hotzelle durchgeführt werden – einem Labor, das für die Handhabung hoch radioaktiver Stoffe eingerichtet ist.

Ein Transportgewicht von 800 Kilogramm

Von dort aus musste die aufbereitete Probe aus Beryllium-7 in eine geeignete Halterung und diese wiederum in die etwa Kochtopfgrosse Vorrichtung überführt werden, die für den Einsatz im Experimentieraufbau am CERN bestimmt war. "Die Vorrichtungen sowie die strahlungssicheren Gefässe zum Überführen des Materials – all das wurde massgefertigt", erzählt Emilio Maugeri, ebenfalls Forscher in Schumanns Gruppe.

Zuletzt musste zur richtigen Zeit ein Sondertransport für radioaktive Stoffe vom PSI ans CERN organisiert und genehmigt werden. "Die eigentliche Probe, die wir dem CERN geliefert haben, enthielt nur einige millionstel Gramm an Beryllium-7", erzählt Schumann. "Doch durch die entsprechende Abschirmung ergab sich am Ende ein Transportgewicht von 800 Kilogramm." Im entscheidenden Zeitraum glückte dann alles planmässig. Die CERN-Forschenden konnten mit der PSI-Probe das Experiment durchführen und den bis dahin noch ungenügend bekannten Neutroneneinfangquerschnitt des Beryllium-7 bestimmen.

Das Kosmologische Lithiumproblem ist weiter ungelöst

Insbesondere waren die CERN- und PSI-Forschenden und mit Ihnen Forschende von weiteren 41 Forschungseinrichtungen an einem bestimmten Zerfallsweg von Beryllium-7 interessiert: Die Wahrscheinlichkeit für einen Prozess, bei dem ein Atomkern des Beryllium-7 ein freies Neutron – also ein ungeladenes Elementarteilchen – einfängt. Zugleich verlässt dann eines der Protonen den Beryllium-Atomkern. Dadurch, dass der Atomkern nun ein Proton weniger enthält (und ein Neutron mehr), wandelt sich das Berylliumatom in ein Atom des Elements Lithium um: Es wird zu Lithium-7. Der sogenannte Neutroneneinfangquerschnitt – also die Wahrscheinlichkeit für diesen ganzen Prozess – ist abhängig von der Energie, die das freie Neutron hat. Daher nutzten die Forschenden die Möglichkeit am CERN, die Energie der Neutronen zu variieren, und erstellten eine Messreihe für verschiedenste Neutronenenergien.

Doch auch diese aktuelle Messung des Neutroneneinfangquerschnitts löste das Kosmologische Lithiumproblem nicht. Wie Schumann sagt: "Mit der neuen Messung konnten die CERN-Forschenden den Neutroneneinfangquerschnitt so genau bestimmen, dass nun klar ist: Hierüber lässt sich das Kosmologische Lithiumproblem nicht lösen; es besteht nach wie vor. Die Wissenschaftsgemeinde wird weiterhin nach einer Erklärung suchen müssen."


Die News der letzten 14 Tage 8 Meldungen

28.11.2022
Elektrodynamik | Festkörperphysik
Wie man Materialien durchschießt, ohne etwas kaputt zu machen
Wenn man geladene Teilchen durch ultradünne Materialschichten schießt, entstehen manchmal spektakuläre Mikro-Explosionen, manchmal bleibt das Material fast unversehrt.
25.11.2022
Sonnensysteme | Astrophysik
Im dynamischen Netz der Sonnenkorona
In der mittleren Korona der Sonne entdeckt ein Forscherteam netzartige, dynamische Plasmastrukturen – und einen wichtigen Hinweis auf den Antrieb des Sonnenwindes.
25.11.2022
Exoplaneten | Astrophysik
Rätselraten um einen jungen Exo-Gasriesen
Eine Foschergruppe hat einen Super-Jupiter um den sonnenähnlichen Stern HD 114082 entdeckt, der mit einem Alter von 15 Millionen Jahren der jüngste Exoplanet seiner Art ist.
24.11.2022
Teilchenphysik | Festkörperphysik | Quantenphysik
Spin-Korrelation zwischen gepaarten Elektronen nachgewiesen
Physiker haben erstmals experimentell belegt, dass es eine negative Korrelation gibt zwischen den beiden Spins eines verschränkten Elektronenpaares aus einem Supraleiter.
23.11.2022
Festkörperphysik | Quantenoptik
Lichtstrahlen beim Erlöschen zusehen
Ein Forschungsteam konnte erstmals messen, wie das Licht eines Leuchtzentrums in einem Nanodraht nach dessen Anregung durch einen Röntgenpuls abklingt.
22.11.2022
Exoplaneten | Teleskope
Weltraumteleskop JWST: Neues von den Atmospären von Exoplaneten
Beobachtungen des Exoplaneten WASP-39b mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) haben eine Fülle von Informationen über die Atmosphäre des Planeten geliefert.
22.11.2022
Festkörperphysik | Physikdidaktik
Chemielehrbücher: Es gibt keine Kohlensäure - Falsch!
Die Existenz von Kohlensäure war in der Wissenschaft lange umstritten: theoretisch existent, praktisch kaum nachweisbar, denn an der Erdoberfläche zerfällt die Verbindung.

30.09.2020
Astrophysik | Biophysik

Sternenexplosion nahe der Erde - Zusammenhang mit Eiszeiten des Pleistozän?
Als vor einigen Monaten der Stern Beteigeuze drastisch an Helligkeit verlor, vermuteten einige Beobachter eine bevorstehende Supernova – eine Sternenexplosion, die auch auf der Erde noch Schäden verursachen könnte.
26.07.2018
Astrophysik | Relativitätstheorie

Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie wird erstmalig an einem Schwarzen Loch belegt
Neue Messungen am Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße zeigen, wie Einsteins Gravitätstheorie in der Praxis funktioniert / Veröffentlichung in Astronomy & Astrophysics.
30.06.2017
Astrophysik | Quantenphysik | Relativitätstheorie

Einsteins Äquivalenzprinzip besteht einen echten Quantentest
Einsteins Äquivalenzprinzip ist für das Verständnis der Gravitation und der relativistischen Raumzeit von fundamentaler Bedeutung.
17.08.2017
Astrophysik | Teilchenphysik

Mögliche Erklärung für die Dominanz der Materie über Antimaterie im Universum
Neutrinos und Antineutrinos – auch Geisterteilchen genannt, weil sie schwierig nachzuweisen sind – können sich ineinander umwandeln.
08.10.2018
Astrophysik | Quantenphysik

Stringtheorie: Ist Dunkle Energie überhaupt erlaubt?
Eine neue Vermutung scheint die Stringtheorie aus den Angeln zu heben.
08.04.2020
Astrophysik | Elektrodynamik

Langlebigere Satelliten, weniger Weltraumschrott
Forschende der Universität Stuttgart nehmen innovatives induktives Plasmatriebwerk auf Helicon-Basis in Betrieb.
09.11.2015
Milchstraße | Astrophysik

VISTA entdeckt neue Komponente der Milchstraße
Astronomen haben mit dem VISTA-Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO einen bisher unbekannten Teil der Milchstraße entdeckt.
25.07.2018
Teilchenphysik | Kernphysik | Astrophysik

Material aus dem PSI hilft, Ungereimtheiten in der Urknalltheorie zu überprüfen
Kurz nach dem Urknall entstanden unter anderem radioaktive Atome des Typs Beryllium-7.
21.05.2019
Sterne | Astrophysik

Stellarer Paartanz mit dramatischem Ende
Astrophysiker der Universität Bonn haben zusammen mit Kollegen aus Moskau ein ungewöhnliches Himmelsobjekt identifiziert.
08.04.2020
Astrophysik | Teilchenphysik

Zweifel an grundsätzlichen Annahmen zum Universum
Egal wohin wir schauen, im Weltall herrschen überall dieselben Regeln: Auf dieser Grundthese fußen zahllose Berechnungen der Astrophysik.
24.01.2022
Satelliten | Raumfahrt | Astrophysik

James Webb Weltraumteleskop am Ziel
Die Wissenschaft kann möglicherweise bald erforschen, wie das Universum seinen Anfang nahm, denn das neue Weltraumteleskop James Webb hat seine Endposition erreicht.
24.01.2019
Astrophysik | Physikdidaktik

Umweltschutz im Weltall
Sollten die Regeln für den Umweltschutz auch außerhalb unseres Sonnensystems angewendet werden?
28.04.2020
Astrophysik | Teilchenphysik

Das Gewicht des Universums
Neue Erkenntnisse über die Materiedichte und -struktur des Universums haben Bochumer Kosmologen um Prof.
24.10.2018
Astrophysik | Physikgeschichte

Historische Sterndaten digital verfügbar
Das großangelegte Digitalisierungsprojekt APPLAUSE stellt historische Fotoplatten aus mehr als einhundert Jahren astronomischer Beobachtung zahlreicher Sternwarten online zur Verfügung.
26.02.2019
Sterne | Astrophysik

Wenn Superwinde Partner von Roten Riesen verraten
Die Beobachtung von sterbenden Sternen erlaubt einen Blick in die Zukunft unserer eigenen Sonne und dem damit verbundenen Schicksal unseres ganzen Planetensystems.
25.11.2022
Sonnensysteme | Astrophysik

Im dynamischen Netz der Sonnenkorona
In der mittleren Korona der Sonne entdeckt ein Forscherteam netzartige, dynamische Plasmastrukturen – und einen wichtigen Hinweis auf den Antrieb des Sonnenwindes.
24.04.2015
Astrophysik | Elektrodynamik

ALMA bringt starkes Magnetfeld in der Nähe eines supermassereichen Schwarzen Lochs
Wissenschaftler haben mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) am Rand des Ereignishorizonts eines supermassereichen Schwarzen Lochs ein extrem starkes Magnetfeld aufgespürt, das alle bisher im Zentrum einer Galaxie gemessenen Felder in den Schatten stellt.
10.03.2022
Astrophysik | Teilchenphysik

Kosmischer Teilchenbeschleuniger am Limit
Mit Spezialteleskopen haben Forschende so detailliert in einen kosmischen Teilchenbeschleuniger geblickt wie nie zuvor.
28.05.2020
Astrophysik | Quantenphysik | Teilchenphysik

Wieso Radium-Monofluorid den Blick ins Universum fundamental verändern kann
Ein internationales Forscherteam hat durch eine neue Methodik am CERN ein kurzlebiges, radioaktives Molekül erzeugt, dessen Eigenschaften eine fundamentale Rolle in der Physik spielen.
11.03.2021
Exoplaneten | Astrobiologie | Astrophysik

Wie Gesteine die Bewohnbarkeit von Exoplaneten beeinflussen
Die Verwitterung von Silikatgesteinen trägt massgeblich dazu bei, dass auf der Erde ein gemässigtes Klima herrscht.
27.06.2019
Sterne | Astrophysik

Im Herzen alt: eine Lösung für das Altersparadoxon Roter Riesen
Eine Gruppe Roter Riesen, die vor vier Jahren entdeckt wurde, scheint alt und jung zugleich.
25.11.2022
Exoplaneten | Astrophysik

Rätselraten um einen jungen Exo-Gasriesen
Eine Foschergruppe hat einen Super-Jupiter um den sonnenähnlichen Stern HD 114082 entdeckt, der mit einem Alter von 15 Millionen Jahren der jüngste Exoplanet seiner Art ist.
21.01.2015
Astrophysik | Elektrodynamik

Eine Nachricht aus dem Himmel
Verborgene magnetische Signale.
13.03.2018
Astrophysik | Elektrodynamik

Wie der Magnetismus ins Universum kommt
Strömungen flüssiger Metalle sind in der Lage, Magnetfelder zu generieren.
30.07.2018
Astrophysik | Teilchenphysik

26AlF – die erste Entdeckung eines radioaktiven Moleküls im Weltraum
Der erste eindeutige Nachweis eines radioaktiven Moleküls, 26AlF, im Weltraum, ist in der direkten Umgebung des historischen Nova-ähnlichen Objekts CK Vul gelungen, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um den Überrest der Kollision zweier Sterne handelt.
27.10.2021
Astrophysik | Relativitätstheorie

Auf dem Weg zum Nachweis des Gravitationswellen-Hintergrunds
Die EPTA-Kollaboration berichtet über das Ergebnis einer 24-jährigen Kampagne mit den fünf größten europäischen Radioteleskopen, die zu einem möglichen Signal des Gravitationswellenhintergrunds im Nanohertz-Bereich geführt hat.
21.03.2018
Astrophysik | Klassische Mechanik

Forscher des Fraunhofer FHR begleiten Wiedereintritt der chinesischen Raumstation Tiangong-1
Die chinesische Raumstation Tiangong-1 wird in wenigen Wochen in die Erdatmosphäre eintreten und zu einem großen Teil verglühen.
11.02.2021
Exoplaneten | Astrophysik

Eine neue Art Planeten zu bilden
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich schlagen in Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge eine neue Erklärung für die Häufigkeit von Exoplaneten mittlerer Masse vor. Ist damit ein langjähriges Rätsel der Astronomie gelöst?
12.03.2019
Supernovae | Atomphysik | Astrophysik

Wie schwere Elemente im Universum entstehen
Bei Sternenexplosionen oder an der Oberfläche von Neutronensternen entstehen schwere Elemente durch den Einfang von Wasserstoff-Kernen (Protonen).
13.09.2022
Astrophysik | Elektrodynamik

Simulation hilft bei der Suche nach dem Ursprung kosmischer Strahlung
Ein internationales Forschungsteam hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem sich der Transport kosmischer Strahlung durch das All simulieren lässt.
30.11.2020
Monde | Astrophysik

Laborexperimente könnten Rätsel um Mars-Mond Phobos lösen
Was lässt die Oberfläche des Mars-Monds Phobos verwittern?
12.07.2018
Astrophysik | Teilchenphysik

Durchbruch bei der Fahndung nach Teilchenbeschleunigern im Weltall
Mit einer international angelegten astronomischen Ringfahndung haben Forscher erstmals eine Quelle hochenergetischer kosmischer Neutrinos geortet, geisterhafter Elementarteilchen, die Milliarden Lichtjahre durch das Weltall reisen und dabei mühelos Sterne, Planeten und ganze Galaxien durchqueren.
28.06.2018
Astrophysik | Biophysik

Komplexe organische Moleküle auf dem Saturnmond Enceladus
Der Saturnmond Enceladus verbirgt unter seiner Eiskruste einen globalen Ozean aus flüssigem Wasser.
12.03.2021
Astrophysik | Relativitätstheorie

Theoretische Lösung für Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit
Wenn Reisen zu fernen Sternen innerhalb der Lebenszeit eines Menschen möglich sein sollen, muss ein Antrieb gefunden werden, der schneller als Lichtgeschwindigkeit ist.
22.09.2021
Schwarze_Löcher | Astrophysik

Wie man einen Quasar wiegt
Astronomen haben erstmalig erfolgreich eine neue Methode zur Bestimmung der Massen von schwarzen Löchern in Quasaren erprobt.
02.09.2013
Kometen_und_Asteroiden | Astrophysik

Asteroiden aus der Bahn werfen
.
15.11.2017
Astrophysik | Teilchenphysik

Noch keine Spur von Dunkler Materie
Eine Art von hypothetischen Elementarteilchen, aus denen die Dunkle Materie bestehen könnte, sind die sogenannten Axionen.
16.04.2020
Astrophysik | Relativitätstheorie

ESO-Teleskop beobachtet Sternentanz um supermassereiches schwarzes Loch und bestätigt Einstein
Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben zum ersten Mal gezeigt, dass sich ein Stern, der das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße umkreist, genauso bewegt, wie es die Allgemeine Relativitätstheorie von Einstein vorhersagt.
18.10.2018
Astrophysik | Quantenoptik

Erstes Bose-Einstein-Kondensat im Weltraum erzeugt
Physiker schaffen Grundlagen für präzisen Test des Einstein’schen Äquivalenzprinzips – Aktuelle Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Nature.
05.09.2016
Astrophysik | Quantenphysik

Erste Gravitationswellen bilden sich nach 10 Millionen Jahren
Kollidieren zwei Galaxien, löst die Verschmelzung der zentralen schwarzen Löcher Gravitationswellen aus, die sich wellenartig über das ganze Weltall verbreiten.
22.08.2017
Astrophysik | Quantenoptik

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) konnten mit Kollegen aus Deutschland und den USA zeigen, dass sich in den Eisriesen unseres Sonnensystems „Diamantregen“ bildet.
10.04.2018
Astrophysik | Klassische Mechanik | Optik

ILA 2018: Sicher, schnell und kostengünstig ins All
Der erdnahe Orbit gleicht einem stetig wachsenden Schrottplatz.
24.01.2019
Astrophysik | Klassische Mechanik

Wie Gaswolken zu Sonnen zerfallen
Mit dem ALMA-Observatorium in Chile hat eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung von Henrik Beuther vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg die bisher detailliertesten Beobachtungen dazu gemacht, wie eine riesige Gaswolke in dichtere Teilregionen zerfällt, die dann als Geburtsstätten von Sternen dienen.
09.10.2018
Astrophysik | Festkörperphysik

Der Zusammensetzung von Planeten auf der Spur
UZH-Forschende haben statistisch die Zusammensetzung und Struktur von weit entfernten Exoplaneten samt ihrer Atmosphären analysiert.
24.04.2015
Astrophysik | Elektrodynamik

Starke Magnetfelder bei Schwarzem Loch nachgewiesen
Wissenschaftler der Universität Göttingen haben erstmals die Existenz von sehr starken Magnetfeldern in der Umgebung eines supermassereichen Schwarzen Lochs nachgewiesen.
25.07.2018
Astrophysik | Relativitätstheorie

Wie man Sterne mit Gravitationslinsen wiegt
Mit Hilfe der Daten des Astrometrie-Satelliten Gaia haben Astronomen der Universität Heidelberg die Bewegung von Millionen von Sternen in der Milchstraße analysiert.
22.08.2019
Sterne | Thermodynamik | Astrophysik

Experiment HADES simuliert die Kollision und das Verschmelzen von Sternen: 800 Milliarden Grad in der kosmischen Küche
Sie gehören zu den spektakulärsten Ereignissen im Universum: Kollisionen von Neutronensternen.
22.06.2018
Astrophysik | Relativitätstheorie

VLT macht den präzisesten Test von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie außerhalb der Milchstraße
Astronomen haben den bisher genauesten Test von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie außerhalb der Milchstraße durchgeführt: Die nahegelegene Galaxie ESO 325-G004 wirkt wie eine starke Gravitationslinse, die das Licht einer fernen Galaxie dahinter verzerrt und einen Einsteinring um ihr Zentrum bildet.
06.05.2021
Astrophysik | Relativitätstheorie

Teleskop zur Erforschung von Objekten höchster Dichte im Universum
Eine internationale Gruppe von Astronomen hat erste Ergebnisse eines groß angelegten Programms vorgestellt, bei dem Beobachtungen mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop dazu verwendet werden, die Theorien von Einstein mit noch nie dagewesener Genauigkeit zu testen.
14.09.2020
Astrophysik | Physikdidaktik

Herschel, Uranus und seine Monde
Vor über 230 Jahren entdeckte der Astronom Wilhelm Herschel den Planeten Uranus und zwei seiner Monde.