Friedrich Wilhelm Banneitz: Unterschied zwischen den Versionen

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Friedrich Wilhelm Banneitz studierte zunächst an der [[Technische Universität Darmstadt|Technischen Hochschule Darmstadt]] Elektrotechnik. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahre 1908 vertieft er seine theoretischen Kenntnisse durch ein Studium der Physik an den Universitäten [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]], wo er 1919, nach einer längeren Unterbrechung durch seinen Einsatz im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], mit einer Arbeit über die ''Messung der Dielektrizitätkonstanten von Mischkörpern mit Hilfe einer Resonanzmethode für Kapazitätsmessungen'' [[Promotion (Doktor)|promovierte]].
Friedrich Wilhelm Banneitz studierte zunächst an der [[Technische Universität Darmstadt|Technischen Hochschule Darmstadt]] Elektrotechnik. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahre 1908 vertieft er seine theoretischen Kenntnisse durch ein Studium der Physik an den Universitäten [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]], wo er 1919, nach einer längeren Unterbrechung durch seinen Einsatz im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], mit einer Arbeit über die ''Messung der Dielektrizitätkonstanten von Mischkörpern mit Hilfe einer Resonanzmethode für Kapazitätsmessungen'' [[Promotion (Doktor)|promovierte]].


Banneitz trat anschließend in den Dienst der Deutschen [[Reichspost]]. Nachdem er sich hier zunächst einige Jahre mit der Radio-[[Schnelltelegrafie]] befasst hatte, erwachte sein Interesse für das damals kaum erforschte Gebiet der Fernsehtechnik. Unter seiner Leitung wurde bei der Deutschen Reichspost die Weiterentwicklung der Fernsehtechnik und die Einführung eines Fernsehbetriebes planmäßig vorangetrieben. Ab 1930 gab er unter dem Titel ''Fernsehen'' die ''Zeitschrift für Technik und Kultur des gesamten elektrischen Fernsehwesens'' heraus. Von den [[Olympische Sommerspiele 1936|XI. Olympischen Spielen]] 1936 in Berlin konnten bereits erste Fernsehbilder mittels elektronischer Kameras und Übertragungswagen übertragen werden.  
Banneitz trat anschließend in den Dienst der Deutschen [[Reichspost]]. Nachdem er sich hier zunächst einige Jahre mit der Radio-[[Schnelltelegrafie]] befasst hatte, erwachte sein Interesse für das damals kaum erforschte Gebiet der Fernsehtechnik. Unter seiner Leitung des Referat für drahtlose Telegraphie und Sonderaufgaben (Referat IV G) wurde ab 1928 bei der Deutschen Reichspost die Weiterentwicklung der Fernsehtechnik und die Einführung eines Fernsehbetriebes planmäßig vorangetrieben. Ab 1930 gab er unter dem Titel ''Fernsehen'' die ''Zeitschrift für Technik und Kultur des gesamten elektrischen Fernsehwesens'' heraus. Von den [[Olympische Sommerspiele 1936|XI. Olympischen Spielen]] 1936 in Berlin konnten bereits erste Fernsehbilder mittels elektronischer Kameras und Übertragungswagen übertragen werden.
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Friedrich Wilhelm Banneitz verstarb 1940 im Alter von 75 Jahren, zwei Jahre nachdem er durch die Ernennung zum Vizepräsidenten der Reichspostdirektion in Dresden von seinem Lebenswerk, dem Fernsehen, getrennt wurde. Sein Grab befindet sich auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf|Südwestkirchhof]] von [[Stahnsdorf]], [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]], im Gartenblock V, Wahlstelle 280.<ref>knerger.de: [http://knerger.de/html/banneitzerfinder_15.html Das Grab von Friedrich Wilhelm Banneitz]</ref>
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Friedrich Wilhelm Banneitz verstarb 1940 im Alter von 55 Jahren, zwei Jahre nachdem er durch die Ernennung zum Vizepräsidenten der Reichspostdirektion in Dresden von seinem Lebenswerk, dem Fernsehen, getrennt wurde. Sein Grab befindet sich auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf|Südwestkirchhof]] von [[Stahnsdorf]], [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]], im Gartenblock V, Wahlstelle 280.<ref>knerger.de: [http://knerger.de/html/banneitzerfinder_15.html Das Grab von Friedrich Wilhelm Banneitz]</ref>


== Weblinks ==
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Aktuelle Version vom 23. Mai 2021, 09:20 Uhr

Friedrich Wilhelm Banneitz, auch Fritz Banneitz (* 11. September 1885 in Hameln; † 5. Dezember 1940 in Dresden) war ein deutscher Ingenieur der Elektrotechnik und Physiker. Zu seinen Verdiensten zählt insbesondere die Entwicklung und Verbreitung der Fernsehtechnik sowie die Aufnahme des ersten Fernseh-Sendebetriebes.

Werdegang

Friedrich Wilhelm Banneitz studierte zunächst an der Technischen Hochschule Darmstadt Elektrotechnik. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahre 1908 vertieft er seine theoretischen Kenntnisse durch ein Studium der Physik an den Universitäten Heidelberg und Leipzig, wo er 1919, nach einer längeren Unterbrechung durch seinen Einsatz im Ersten Weltkrieg, mit einer Arbeit über die Messung der Dielektrizitätkonstanten von Mischkörpern mit Hilfe einer Resonanzmethode für Kapazitätsmessungen promovierte.

Banneitz trat anschließend in den Dienst der Deutschen Reichspost. Nachdem er sich hier zunächst einige Jahre mit der Radio-Schnelltelegrafie befasst hatte, erwachte sein Interesse für das damals kaum erforschte Gebiet der Fernsehtechnik. Unter seiner Leitung des Referat für drahtlose Telegraphie und Sonderaufgaben (Referat IV G) wurde ab 1928 bei der Deutschen Reichspost die Weiterentwicklung der Fernsehtechnik und die Einführung eines Fernsehbetriebes planmäßig vorangetrieben. Ab 1930 gab er unter dem Titel Fernsehen die Zeitschrift für Technik und Kultur des gesamten elektrischen Fernsehwesens heraus. Von den XI. Olympischen Spielen 1936 in Berlin konnten bereits erste Fernsehbilder mittels elektronischer Kameras und Übertragungswagen übertragen werden.

Grabstätte
(Grablage)

Friedrich Wilhelm Banneitz verstarb 1940 im Alter von 55 Jahren, zwei Jahre nachdem er durch die Ernennung zum Vizepräsidenten der Reichspostdirektion in Dresden von seinem Lebenswerk, dem Fernsehen, getrennt wurde. Sein Grab befindet sich auf dem Südwestkirchhof von Stahnsdorf, Landkreis Potsdam-Mittelmark, im Gartenblock V, Wahlstelle 280.[1]

Weblinks

Einzelnachweise