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Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] arbeitete Schafranow gemeinsam mit seinem Vater im Straßenbau und erhielt dafür 1943 im Alter 14 seine erste staatliche Auszeichnung.<ref>[ | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] arbeitete Schafranow gemeinsam mit seinem Vater im Straßenbau und erhielt dafür 1943 im Alter 14 seine erste staatliche Auszeichnung.<ref>[https://www.iter.org/of-interest/317 Vitali Dmitrievich Shafranov (1929–2014)], abgerufen am 16. Juni 2014 (englisch)</ref> Ab 1946 studierte Schafranow an der [[Lomonossow-Universität]] Physik mit dem Abschluss 1951. Danach befasste er sich theoretisch in der Theorieabteilung des [[Kurtschatow-Institut]]s unter [[Michail Alexandrowitsch Leontowitsch|Michail Leontowitsch]] mit Fragen der Kernfusion an den von [[Andrei Dmitrijewitsch Sacharow|Andrei Sacharow]] und [[Igor Jewgenjewitsch Tamm|Igor Tamm]] vorgeschlagenen [[Tokamak]]s. Er untersuchte deren Stabilität und lieferte erste Parameterabschätzungen für sowjetische Tokamak-Experimente. Er befasste sich auch mit [[Stoßwelle]]n in Plasmen und Wechselwirkung von elektromagnetischen Wellen mit Plasmen. Später befasste er sich intensiv mit [[Stellarator]]en. 1981 wurde er Nachfolger von Leontowitsch als Leiter der Theorieabteilung für Kernfusion am Kurtschatow-Institut. | ||
Konzepte wie die Shafranov-Verschiebung (''Shafranov shift'', 1959), das Kruskal-Shafranov-Stabilitätskriterium und Grenzwert (für den Strom in einem Tokamak, zusätzlich nach [[Martin Kruskal]] benannt) und die Grad-Shafranov-Gleichung (1957, zusätzlich nach [[Harold Grad]] 1958) sind nach ihm benannt. 1972 schlug er mit [[Lew Andrejewitsch Arzimowitsch|Lew Arzimowitsch]] einen D-förmigen Tokamak-Querschnitt vor.<ref>Artsimovich, Shafaranov: JETP Letters, Band 15, 1972, S. 72–76</ref> | Konzepte wie die Shafranov-Verschiebung (''Shafranov shift'', 1959), das Kruskal-Shafranov-Stabilitätskriterium und Grenzwert (für den Strom in einem Tokamak, zusätzlich nach [[Martin Kruskal]] benannt) und die Grad-Shafranov-Gleichung (1957, zusätzlich nach [[Harold Grad]] 1958) sind nach ihm benannt. 1972 schlug er mit [[Lew Andrejewitsch Arzimowitsch|Lew Arzimowitsch]] einen D-förmigen Tokamak-Querschnitt vor.<ref>Artsimovich, Shafaranov: JETP Letters, Band 15, 1972, S. 72–76</ref> | ||
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== Weblinks == | == Weblinks == | ||
* [http:// | * {{Literatur |Titel=Award of the 2001 Hannes Alfvén Prize of the European Physical Society to Professor Vitaly Shafranov |Sammelwerk=Plasma Phys. Control. Fusion |Band=43 |Nummer=12A |Seiten= |Autor=E. P. Velikhov |DOI=10.1088/0741-3335/43/12A/002 |Sprache=en |Kommentar=open access}} | ||
* [http://www.mathnet.ru/rus/person45319 Шафранов Виталий Дмитриевич] bei math-net.ru (russisch) | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
<references /> | <references /> | ||
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[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]] | [[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]] | ||
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[[Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR]] | [[Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR]] | ||
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Witali Dmitrijewitsch Schafranow ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), englische Transkription Vitaly Shafranov; * 1. Dezember 1929 in Mordwinowo, heute Oblast Rjasan; † 9. Juni 2014 in Moskau) war ein sowjetischer bzw. russischer theoretischer Physiker, der sich mit Plasmaphysik und Fusionsforschung befasste.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Schafranow gemeinsam mit seinem Vater im Straßenbau und erhielt dafür 1943 im Alter 14 seine erste staatliche Auszeichnung.[1] Ab 1946 studierte Schafranow an der Lomonossow-Universität Physik mit dem Abschluss 1951. Danach befasste er sich theoretisch in der Theorieabteilung des Kurtschatow-Instituts unter Michail Leontowitsch mit Fragen der Kernfusion an den von Andrei Sacharow und Igor Tamm vorgeschlagenen Tokamaks. Er untersuchte deren Stabilität und lieferte erste Parameterabschätzungen für sowjetische Tokamak-Experimente. Er befasste sich auch mit Stoßwellen in Plasmen und Wechselwirkung von elektromagnetischen Wellen mit Plasmen. Später befasste er sich intensiv mit Stellaratoren. 1981 wurde er Nachfolger von Leontowitsch als Leiter der Theorieabteilung für Kernfusion am Kurtschatow-Institut.
Konzepte wie die Shafranov-Verschiebung (Shafranov shift, 1959), das Kruskal-Shafranov-Stabilitätskriterium und Grenzwert (für den Strom in einem Tokamak, zusätzlich nach Martin Kruskal benannt) und die Grad-Shafranov-Gleichung (1957, zusätzlich nach Harold Grad 1958) sind nach ihm benannt. 1972 schlug er mit Lew Arzimowitsch einen D-förmigen Tokamak-Querschnitt vor.[2]
2001 erhielt er den Hannes-Alfvén-Preis. 1981 wurde er korrespondierendes Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften und 1997 Vollmitglied der Akademie. 1971 erhielt er den Staatspreis der UdSSR und 1984 den Leninpreis.
Seit 1983 war er Herausgeber der Plasma Physics Reports (russisch Fizika Plasmy).
Personendaten | |
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NAME | Schafranow, Witali Dmitrijewitsch |
ALTERNATIVNAMEN | Шафранов, Виталий Дмитриевич (russische Schreibweise) |
KURZBESCHREIBUNG | sowjetischer bzw. russischer Physiker |
GEBURTSDATUM | 1. Dezember 1929 |
GEBURTSORT | Mordwinowo, Oblast Rjasan |
STERBEDATUM | 9. Juni 2014 |
STERBEORT | Moskau |