Kleinkörper sind eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) am 24. August 2006 in Prag neudefinierte Klasse von Himmelskörpern.
Unter den Kleinkörpern werden Asteroiden, Kometen und Meteoroiden zusammengefasst, die die Sonne umkreisen und – anders als Zwergplaneten – wegen ihrer geringen Masse und Gravitation keine Kugelgestalt ausbilden können.
Ein Kleinkörper, der in der Nähe der Sonne ausgast und einen Schweif ausbildet, ist ein Komet. Verschwindet der Schweif und der Körper erscheint im Fernrohr als scharf umrissenes Gebilde, ist er von einem Asteroiden nicht mehr zu unterscheiden.
Ist ein Kleinkörper kleiner als einige Meter, ist es ein Meteoroid. In Erdferne ist er für eine direkte Beobachtung zu klein. Dafür macht er sich als Meteor bemerkbar, falls er in die Erdatmosphäre eintritt. Wenn er nicht vollständig als Sternschnuppe verglüht, erreicht er die Erdoberfläche als Meteorit.
Kleinkörper kommen im Sonnensystem hauptsächlich in drei Regionen vor:
Asteroiden und Kometenkerne gelten in erster Linie als urtümliche Materialreste, die aus der Bildungszeit des Planetensystems übrig geblieben sind, weil sie sich nicht mit anderen Planetesimalen zu Protoplaneten bzw. Planeten zusammengeschlossen haben. Daneben handelt es sich bei manchen auch um Bruchstücke, die aus der Kollision zwischen größeren Kleinkörpern oder aus dem Zerfall eines Kometenkerns zu einem Meteorstrom hervorgegangen sind. Solche Ereignisse sind zugleich die Hauptursache für die Entstehung von Meteoroiden. Solch kleinere Objekte können aber auch bei einem Einschlag auf einem größeren Körper wie einem Planeten oder einem Mond aus dessen Oberfläche geschlagen werden.