Suche nach Leben im All
Wissenschaftler würden gerne einen Beweis für intelligentes Leben im Weltraum finden. Sie würden sich freuen, jede Form von Leben zu finden, selbst einfache Bakterien. Aber bisher ist ihre Suche ergebnislos.
Eine Heimat für das Leben
Die Erde ist ein ganz besonderer Ort. Auf ihr herrschen Bedingungen, die Leben möglich machen, dazu gehört flüssiges Wasser und eine Entfernung von der Sonne, die für lebensfreundliche Temperaturen sorgt. Die Erde hat sogar einen mächtigen Leibwächter - Jupiter - dessen enorme Gravitation viele Kometen und Asteroiden daran hindert, bei uns einzuschlagen.
Aber ist die Erde der einzige Ort im Universum, der dem Leben ein Zuhause bietet? Innerhalb des Sonnensystems gibt es zwei weitere Kandidaten: Mars und Europa (ein Mond von Jupiter). Mars scheint heute ein toter ein Planet zu sein, aber einmal floss Wasser in seinen Tälern. Das Innere des Mondes Europa wird durch die Anziehungskraft des Gasriesen Jupiter erwärmt und könnte unter seiner eisigen Oberfläche flüssiges Wasser haben.
Lebewesen haben das Land, das Meer und die Atmosphäre auf der Erde verändert. Wenn sich beispielsweise kein Leben auf der Erde entwickelt hätte, gäbe es viel weniger Sauerstoff in unserer Atmosphäre und keine Fossilien in den Felsen. Die Bedingungen auf dem Mars und auf Europa könnten also Hinweise auf die Existenz von Leben heute oder in der Vergangenheit geben.
Jenseits des Sonnensystems gibt es allein in unserer Galaxie mehr als 100 Milliarden weitere "Sonnen" (Sterne) und es gibt mehr als 100 Milliarden Galaxien im Universum. Heute weiß man, dass es außerhalb des Sonnensystems wohl hunderte oder tausende erdähnlicher Planeten (Exoplaneten) gibt. Aber eine große Chance, dort auch Leben nachzuweisen, gibt es bislang noch nicht.
SETI
Raumschiffe können zwar zu Orten in unserem Sonnensystem geschickt werden, aber ein Besuch des nächsten Sterns würde Tausende von Jahren dauern. Wenn wir Leben weit draußen im Weltraum entdecken wollen, müssen wir hoffen, dass das Leben intelligent ist und Signale aussendet. Die Suche nach diesen Signalen ist Aufgabe des SETI-Projekts (Search for Extra-Terrestrial Intelligence). Die suchen aber schon seit 60 Jahren.
Kleine grüne Männchen
In den späten 1960er Jahren analysierte die Physikerin Jocelyn Bell Daten von einem Radioteleskop, als sie seltsame Signale von einem entfernten Stern bemerkte. Sie waren so regelmäßig und schnell, dass niemand glaubte, dass sie natürlich sein könnten. Vielleicht waren die Signale von fernen Außerirdischen oder "kleinen grünen Männchen" gesendet worden, als das sie später bekannt wurden.
Die LGM (Little Green Meen) Theorie wurde bald aufgegeben. Was Frau Bell entdeckt hatte, war eine neue Art von Stern - ein Pulsar, ein kleiner, schnell drehender Neutronenstern. Pulsare senden Radiowellen aus, deren Impulse dem Lichtstrahl eines Leuchtturms ähneln, der ringsumher wieder und wieder aufleuchtet.
Sterne senden natürlicherweise Radiowellen aus, die von Radioteleskopen wie dem unten empfangen werden können. Wissenschaftler analysieren sie auf Signale, die durch intelligentes Leben entstanden sein könnten. Wenn das nächste Mal seltsame Impulse gefunden werden, werden sie tatsächlich von kleinen grünen Männchen kommen.
Aber auch wenn Signale von Aliens entdeckt werden, ist eine Kommunikation mit ihren Absendern fast unmöglich. Radiowellen benötigen etwa 4 Jahre, um uns vom nächsten Stern zu erreichen, und 2 Millionen Jahre von unserer Nachbargalaxie Andromeda. Wenn wir heute selber Signale aussenden, wird es ebenfalls 2 Millionen Jahre dauern, bevor die Andromedaner sie empfangen können.
Was Besuche von Andromedanern angeht ... nichts kann schneller als Radiowellen sein, so dass Besuche wahrscheinlich völlig ausgeschlossen sind.